Die Folgen der Initiative sind drastisch

Personalmangel kostet Menschenleben

Grenzregionen droht der Versorgungskollaps

Medikamenteversorgung und Forschung geraten unter Druck
Die Risiken einer Annahme in Zahlen
+1â485 zusĂ€tzliche TodesfĂ€lle pro Jahr â°ïž
+11,6âŻ% höhere Sterblichkeit bei NotfĂ€llen đ
+17,7 % höhere Sterblichkeit bei Herzinfarkten đ«
Fakt oder Mythos â Behauptungen im FaktenâCheck
Behauptung: Die Zuwanderung treibt die Gesundheitskosten und PrĂ€mien nach oben. đž
Fakten-Check: Das ist ein Mythos! â
Zuwandernde sind im Durchschnitt jung, erwerbstÀtig und gesund.
Sie zahlen PrÀmien und Steuern, verursachen aber unterdurchschnittliche Gesundheitskosten.
Weniger als 1âŻ% der Zugewanderten ist ĂŒber 75 Jahre alt, in der Gesamtbevölkerung sind es rund 9âŻ%. Genau diese Altersgruppe verursacht rund 30âŻ% der Gesundheitskosten.
đ Die eigentlichen Kostentreiber sind die Alterung der Bevölkerung, der medizinische Fortschritt sowie ein System, das mehr Behandlungen belohnt.
Ein direkter Zusammenhang zwischen Migration und steigenden PrÀmien ist wissenschaftlich nicht belegt.
Behauptung: Ohne Zuwanderung kommt das Gesundheitswesen besser zurecht. đ„
Fakten-Check: Das ist ein Mythos! â
Das Gegenteil ist richtig.
đ©ââïž Das Schweizer Gesundheitswesen ist heute stark auf FachkrĂ€fte aus dem EUâRaum angewiesen. SpitĂ€ler, Pflegeheime und Spitex können ihren Leistungsauftrag nur erfĂŒllen, weil sie qualifiziertes Personal aus dem Ausland rekrutieren können.
FĂ€llt dieser Zugang weg, fehlen nicht nur einzelne Stellen, sondern ganze KapazitĂ€ten. Offene Schichten können nicht mehr besetzt werden, Betten mĂŒssen geschlossen und Leistungen eingeschrĂ€nkt werden. Das fĂŒhrt zu lĂ€ngeren Wartezeiten, höherer Belastung fĂŒr das verbleibende Personal und steigenden Kosten, weil Rekrutierung aufwendiger und teurer wird.
Nicht die Zuwanderung ĂŒberlastet das System. Ihr Wegfall wĂŒrde die Versorgung real verschlechtern.
Behauptung: Die Zuwanderer sind schuld am Personalengpass im Gesundheitswesen đš
Fakten-Check: Das ist ein Mythos! â
Der Personalengpass im Gesundheitswesen ist eine direkte Folge der demografischen Entwicklung in der Schweiz â nicht der Zuwanderung.
đŽ Die Schweizer Bevölkerung altert rasch. Jedes Jahr gehen deutlich mehr Menschen in Pension, als junge FachkrĂ€fte in den Arbeitsmarkt nachrĂŒcken. Gleichzeitig steigt mit dem Alter der Bevölkerung der medizinische Betreuungsbedarf stark an.
Zuwandernde verursachen den Personalmangel nicht, sie federn ihn ab. Ohne sie wĂ€ren die Folgen der demografischen Alterung bereits heute massiv spĂŒrbar: lĂ€ngere Wartezeiten, weniger Behandlungen und eine Ăberlastung des verbleibenden Personals.
Behauptung: Unser Gesundheitssystem ist auf FachkrĂ€fte aus dem Ausland angewiesen. đ©ââïž
Fakten-Check: Das ist ein Fakt! â
Das Schweizer Gesundheitswesen funktioniert nur, weil qualifizierte FachkrĂ€fte aus dem EU/EFTAâRaum rekrutiert werden können. Der Personalbedarf kann durch Schweizer FachkrĂ€fte allein nicht gedeckt werden.
Insgesamt stammen rund 40âŻ% der Ărzteschaft und 30âŻ% des Pflegepersonals aus dem Ausland. Bei den neu eingestellten Ărztinnen und Ărzten haben rund 70âŻ% ihr Diplom im Ausland erworben. Besonders hoch ist die AbhĂ€ngigkeit in Grenzregionen, wo teilweise rund die HĂ€lfte des Gesundheitspersonals aus dem Ausland stammt.
Diese FachkrĂ€fte sind keine ErgĂ€nzung, sondern tragende SĂ€ulen der Versorgung. Ohne sie könnten SpitĂ€ler, Pflegeheime und die Spitex ihren Leistungsauftrag nicht erfĂŒllen.
FĂ€llt mit der PersonenfreizĂŒgigkeit der Zugang zu diesen FachkrĂ€ften weg, werden die PersonallĂŒcken grösser. Die Folgen sind lĂ€ngere Wartezeiten, eingeschrĂ€nkte Leistungen und der Abbau von Spitalbetten.
Behauptung: Asylsuchende belasten das Gesundheitswesen massiv đž
Fakten-Check: Das ist ein Mythos! â
Asylsuchende machen einen sehr kleinen Teil der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung aus. Selbst in Jahren mit hohen Gesuchszahlen liegt ihr Anteil deutlich unter 2âŻ% der Gesamtbevölkerung. Ihr Anteil ist zu gering, um das Gesundheitswesen oder die KrankenkassenprĂ€mien spĂŒrbar zu beeinflussen.
Asylsuchende unterstehen wie alle anderen der obligatorischen Krankenversicherung (KVG). PrĂ€mien und Kosten werden ĂŒber klar geregelte staatliche Mechanismen finanziert.
Bund und Kantone steuern die medizinische Versorgung von Asylsuchenden gezielt ĂŒber Gatekeeping-Modelle und Erstversorgungssysteme, um unnötige Kosten zu vermeiden.
Personalmangel kostet Menschenleben
Politische HĂŒrden bei der Rekrutierung von Gesundheitspersonal erhöhen nachweislich die Sterblichkeit von Patienten. Studien zu Brexit und FachkrĂ€fteabwanderung zeigen, dass der Verlust qualifizierter PflegekrĂ€fte zu deutlich mehr TodesfĂ€llen fĂŒhrt, besonders bei NotfĂ€llen. QualitĂ€tsverluste durch weniger qualifiziertes Personal treffen Patienten unmittelbar und messbar.
Grenzregionen droht der Versorgungskollaps
Besonders gefĂ€hrdet sind die Schweizer Grenzregionen, da ihr Gesundheitswesen stark von auslĂ€ndischem Personal abhĂ€ngt. Der Wegfall der PersonenfreizĂŒgigkeit wĂŒrde GrenzgĂ€nger stark einschrĂ€nken und die Rekrutierung massiv verkomplizieren. Fallen diese FachkrĂ€fte weg, drohen akute VersorgungsengpĂ€sse und das System gerĂ€t an seine Grenzen.
Medikamenteversorgung und Forschung geraten unter Druck
Die KĂŒndigung der PersonenfreizĂŒgigkeit wĂŒrde ĂŒber die Guillotine-Klausel alle Bilateralen I beenden und das Gesundheitswesen zusĂ€tzlich schwĂ€chen. Medizintechnik und Medikamente wĂŒrden teurer und knapper, weil Doppelzertifizierungen und ImportabhĂ€ngigkeit zu Verzögerungen fĂŒhren. Gleichzeitig wĂŒrde die medizinische Forschung isoliert und die universitĂ€re Medizin in der Schweiz massiv geschwĂ€cht.